Hilfstransport im Herbst 2007

Wie meistens im Herbst, so organisierte auch in diesem Oktober TEMAH wieder einen Spendentransport nach Rumänien. Durch den Beitritt Rumäniens in die EU ist zwar vieles einfacher geworden, jedoch nicht alles besser. Unsere rumänischen Partner hatten uns gebeten, sie auch dieses Mal zu unterstützen, denn vieles ist in Rumänien einfach nicht mehr bezahlbar.
Daher startete am 1. Oktober in der Rogate-Kirche in Meiendorf erneut eine Spendensammlung.

Es wurden sehr viele Spenden gebracht. Bereits am Montagmittag türmten sie sich bis über Brusthöhe, was sich auch bis Freitagabend nicht ändern sollte. Dazu kamen die großzügigen Spenden einiger Unternehmen, unter anderem von den Haferflocken-Werken Peter Kölln. Nicht nur der Zulauf an Spenden war besonders, es zeigte sich an dieser Sammlung auch, wie wichtig derartige Aktionen für eine Gemeinde sind. Eine Vielzahl an Helfern ist notwendig, um eine Sammelaktion zu organisieren, und an Helfern fehlte es nicht. Da waren u.a. die alten Damen, teilweise weit über 80 Jahre alt, die seit vielen Jahren helfen und das auch dieses Mal wieder mit großem Eifer taten - acht Stunden am Tag. Oder die Familie, die zufällig aufmerksam geworden ist und sich spontan beim Packen beteiligte.

Zu einer Spendenaktion im Herbst gehören auch immer die Kinder mehrerer Meiendorfer Kindergärten, die für Gleichaltrige in Rumänien Pakete packen und diese stolz persönlich abgeben.

Natürlich gehört zu einem Spendentransport auch immer das Beladen des LKW, der dieses Mal dank eines Sponsors sehr günstig gemietet werden konnte. Auch beim Beladen konnte sich TEMAH auf eifrige Helfer verlassen. Unterstützung kam von Schülern der nahe gelegenen Haupt- und Realschule Deepenhorn, was in der örtlichen Presse [166 KB] ausdrückliche Erwähnung fand.

Auch Schülerinnen der Kooperativen Schule Tonndorf (vormals Gymnasium Tonndorf) beteiligten sich wieder aktiv an der Hilfe für Rumänien. Sie sammelten in der Schule Vitamintabletten für die Altenhilfe der Diakonie in Bukarest, mehrere große Kartons kamen dabei zusammen. Drei der Schülerinnen nahmen auch an der Transportbegleitung teil. Ein ausführlicher Reisebericht ist hier zu finden.


In Hamburg

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Insgesamt 15 Personen reisten mit nach Timişoara, um beim Entladen des LKW zu helfen und die Partner zu besuchen, mit denen TEMAH seit vielen Jahren eng zusammenarbeitet. Neben dem Verein Speranţa, der von Beginn an unser Partner ist, und der evangelischen Gemeinde in Steierdorf nahe Reşiţa galt die Aufmerksamkeit besonders der Armenküche von Frau Dr. Hawelka. Hier werden durch ehrenamtlichen Helfer täglich 140 Personen mit Essen versorgt. Darüber hinaus bietet die Einrichtung Sommerfreizeiten für Kinder an und bemüht sich um deren Ausbildung. Frau Dr. Hawelka hat die Lebenssituation der Menschen, die sie betreut, wie folgt beschrieben: „Die Not ist heute eine andere als vor einigen Jahren! Sie trifft die Familien mit vielen Kindern. Wir brauchen nach wie vor Hilfe, damit die Kinder und Jugendlichen dieser Familien eine gute Ausbildung erhalten, damit irgendwann die Lebenssituation für alle besser wird.“ Wir werden künftig Frau Dr. Hawelka bei ihrem Vorhaben unterstützen, die Menschen nicht nur mit einem warmen Essen zu versorgen, sondern ihren Kindern auch eine Schulausbildung zu ermöglichen. Hier ist in erster Linie vorgesehen, den Familien den Kauf unverzichtbarer Schulmaterialien zu ermöglichen.

Ein besonderer Höhepunkt der Reise war die Eröffnung einer Ausstellung mit dem Titel „Hamburg und mehr …“ der Hamburger Fotografin Marianne Groth im Deutschen Kulturzentrum Temeswar. Begleitet wurde die Vernissage von zwei jungen Musikern aus Bukarest, die wahrscheinlich im nächsten Jahr in Hamburg auftreten werden.

TEMAH wird natürlich weiterhin in Rumänien helfen, in Temeswar, in Steierdorf und in Bukarest. Denn auch wenn sich vieles geändert hat, wird Hilfe weiterhin benötigt. Auch einen Hilfstransport wird es wieder geben, vermutlich im Herbst 2008.


In Rumänien

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Steierdorf


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