LIERTATE - FREIHEIT

 


Libertate Freiheit


Foto: Constantin Duma

20 Jahre nach der Revolution in Temeswar Ausstellungseröffnung am 3. Februar 2010

Wer heute durch die Stadt Temeswar geht, kann sich kaum vorstellen, was sich damals im Dezember 1989 dort abspielte. Die Stadt, die den Charme Wiens hat, wurde Schauplatz der schrecklichsten Auseinandersetzungen im ganzen Ostblock. Die Securitate (die damalige Geheimpolizei) machte regelrecht Jagd bis hinein in die Krankenhäuser auf die zumeist jungen Demonstranten. Die Zahl der Opfer ist bis heute unbekannt. Anlass für den Beginn der rumänischen Revolution war die drohende Verbannung des ungarischen Pfarrers Laszlo Tökes. Aus ein paar Gläubigen wurden Zehntausende von Menschen, die auf dem Opernplatz in der Innenstadt nach Freiheit riefen. Vom Balkon der Oper wurden die Forderungen an die Adresse des brutalen Diktators Nicolae Ceausescu gestellt. Das Regime reagierte mit Gewalt. Die Stadt wurde abgeriegelt und Panzer fuhren auf.

Nichts erinnert mehr an diese Zeit, aber Augenzeugen berichten von den schrecklichen Ereignissen. Die Toten dieser Tage starben nicht umsonst. Die Armee stellte sich nach einigen Tagen auf die Seite der Bevölkerung. Das Ehepaar Ceausescu wurde am 25.12.1989 vor laufenden Kameras hingerichtet. In der Stadt stehen heute Denkmäler, die an diese Ereignisse erinnern sollen. Eine Ausstellung ist in Temeswar geplant.

Am 3. Februar um 19 Uhr wird in der Rogate-Kirche eine Ausstellung mit Fotos aus diesen Tagen eröffnet. Constantin Duma heißt der Mann, der 1989 diese bewegenden Fotos machte. Er selbst war als junger Mann bei der Revolution dabei und arbeitet heute als freiberuflicher Pressefotograf in Rumänien. Er wird bei der Ausstellungseröffnung anwesend sein.
Auch werden verschiedene Gäste über ihr Erleben der Revolution und die Entwicklung Rumäniens seit 1989 berichten.
Ein Flötenensemble unter der Leitung von Sabine Meierkord wird für den musikalischen Rahmen sorgen.


Mittwoch, 3. Februar 2010 um 19.00 Uhr
Rogate-Kirche, Hamburg-Meiendorf
Wildschwanbrook 5, 22145 Hamburg

Eintritt frei!


Druckbare Version